Unser Bootshaus
- damals und heute -

Wo finden all diese Aktivitäten und Veranstaltungen statt? Natürlich in unserem Bootshaus, - in unserem Heim, in dem wir uns wohl fühlen, - das allen Mitgliedern und Freunden ein ständiger Treffpunkt ist und das - wie man sagt - flußauf und flußab seinesgleichen sucht.

Sowohl zum 25. und zum 40. Jubiläum des RKC ist über den Bau, die Erweiterung und wie wir dazu gekommen sind berichtet worden. Hier möchten wir dies noch einmal kurz zusammenfassen und auch spätere Erweiterungen erwähnen.

Bootshaus 1948

Im November 1950 (2 Jahre nach der Gründung) erscheint eine Broschüre, sie beginnt mit dem Absatz:

"Der RKC will und muss bauen, da er ohne Bootshaus keine Entfaltungsmöglichkeiten hat und in Gefahr läuft, bei dem jetzigen kümmerlichen Behelfsdasein die in frischem Schwung genommene Stellung wieder zu verlieren....."

Die Baukosten sollen sich auf DM 25.000 belaufen. Dieser Betrag - 2 Jahre nach der Währungsreform! Die Mitgliederzahl war inzwischen von 15 auf 95 geklettert und der Bootspark umfasste 45 Boote.

Der Bau des Hauses war in mehreren Abschnitten geplant. Der erste Bauabschnitt - 28 Pfeiler und eine Stahlbetondecke - sollten einschließlich der benötigten Holzwände noch im Jahr 1950 fertig werden.

Bootshaus 1950 Bootshaus 1951

Im Dezember 1951 konnte dann die Baukommission getreu dem Grundsatz "keine Ausgabe ohne Deckung" melden, dass der untere Teil des Bootshauses für DM 16.200 errichtet sei. Die Baukosten für den Oberbau waren auf DM 30.000 gestiegen und Geldmangel lähmte den Weiterbau. Erst Ende 1953 konnte an die Wiederaufnahme der Arbeit gedacht werden. Am 23.09.1953 wurde mit den Maurerarbeiten begonnen, am 19.10.1953 der Dachstuhl aufgebracht und am gleichen Tag das Richtfest gefeiert.

Viel Arbeit, Sorgen und Nöte gab es und viele Ideen waren notwendig, bis die Vollendung des Clubhauses am 21. Mai 1955 abgeschlossen werden konnte. Alle aktiven Mitglieder waren verpflichtet, 30 Arbeitsstunden abzuleisten oder DM 1 pro nicht geleisteter Arbeitszeit zu entrichten.

Bootshaus 1953

In der Jubiläumsfestschrift 1973 wird geschrieben, dass die Werterhaltung dieses Hauses sehr ernst genommen worden ist. So wurde

  • das Dach neu gedeckt,
  • der Anhängerschuppen gebaut,
  • der Hof und der Weg zur Weser gepflastert,
  • der Werkraum ausgebaut und eingerichtet,
  • die Holztore durch Garagenschwingtore ersetzt,
  • die Treppe neu gebaut und
  • die Terrasse abgedichtet und verklinkert.

Das war 1973. Aber schon seit 1971 gab es Pläne für einen Bootshausausbau, weil der vorhandene Platz einfach nicht mehr ausreichte und auch die sanitären Anlagen vergrößert werden mussten. Auf der am 21.06.1978 stattgefundenen außerordentlichen Jahreshauptversammlung wurde beschlossen, den Anbau durchzuführen.

Bootshaus 1979

Was haben wir geschaffen? Neben dem Mehrzweckraum wurde im Untergeschoss eine neue Bootshalle für ca. 64 Bootsliegeplätze eingerichtet und moderne Wasch- und Toilettenräume für unsere Gäste hergestellt. Die Heizungsanlage wurde modernisiert und vergrößert und zur besseren Nutzung des Dachbodens für Übernachtungszwecke eine Geschosstreppe eingebaut.

"Nach Fertigstellung der vorgenannten Baumaßnahmen meinen wir, eines der schönsten Bootshäuser an der Weser zu besitzen. Wir bitten daher alle Clubmitglieder um Schonung unserer Anlage, damit sie uns und unseren Gästen lange in ihrem jetzigen Zustand erhalten bleibt. Die Aufgaben des Bauausschusses sind somit abgeschlossen" berichteten die Mitglieder des Bauausschusses am 27.01.1980.

Bootshaus 1980

Aber wie heißt es frei nach Wilhelm Busch?
"Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt, kriegt augenblicklich Junge".
So war es auch bei uns. Das Dach sollte isoliert werden um die Heizkosten zu senken und auch durchreisenden Kanuten eine preiswerte, trockene Übernachtungsmöglichkeit zu bieten.

1983 konnte von der Stadt das benachbarte Gelände von "Vater Rohde" angepachtet werden. Es startete eine wochenlange "Freizeitbeschäftigung" für viele Clubmitglieder. Auf dem großen Gelände hinter dem Bootshaus wurden Jahresplätze für Wohnwagen geschaffen. Die Plätze sind großzügig angelegt und als Trennung wurden Bäume und Sträucher gepflanzt. Vor dem Haus wurde ein großer Parkplatz geschaffen. Auch hier wurde auf den Randstreifen Begrünung gepflanzt. Wir haben einen beachtlichen Beitrag zum Umweltschutz geleistet, da es sich bei der Bepflanzung um "standortgerechte" Bäume und Sträucher handelt.

Bootshaus 2001

Die nächste Baumaßnahme hörte sich relativ einfach an. Es sollte "nur" eine neue Theke eingebaut werden. Und damit war noch lange nicht Schluss. So wurde in den letzten Jahren aus dem alten Werkraum eine "Camperküche" für unsere Gäste geschaffen, in dem auch kleinere, rustikale Veranstaltungen für die RKC Aktiven stattfinden können. Die Camperküche wird von unseren Gästen ausgiebig genutzt. Es ist halt angenehmer bei schlechtem Wetter in einem trockenen Raum sein Frühstück einzunehmen oder den Abwasch zu erledigen. Danach wandert dann auch mancher "Taler" als Dankeschön in das Jugendsparschwein. Die Terrasse erhielt zum 50.Jubiläum als Schutz gegen die Sonne eine Markise, zuletzt wurden die Heizöltanks erneuert und der Anhängerschuppen muss auch bald erweitert werden.

Seit 1951 wurde an diesem "Schmuckstück" geplant, gearbeitet, erweitert, erneuert und verbessert. Das hat nicht nur viel Geld gekostet, sondern auch gleichermaßen unermüdlichen Fleiß, Einsatzbereitschaft und Idealismus, um dem Sinn und dem Wunsch der Initiatoren gerecht zu werden: den Rintelner Kanuten ein Heim zu bieten, von dem aus sie ihren Sport ausüben und an dem sich viele Generationen unserer Jugend erfreuen mögen. Dieses Vermächtnis wurde bis heute eingehalten.

 
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