Altherren-Tour 2009

Die diesjährige 10-er-Tour fand statt vom 29. Juni bis zum 2. Juli und führte uns nach Hamburg zur Alster und Elbe. Unser Freund Hans als einheimischer Bergedorfer hatte freundlicherweise auf einstimmigen Beschluss die Organisation übernommen. Nach einschlägiger Befragung alt eingesessener und erfahrener Hamburger Kanuten (nach seiner Aussage kennt er jetzt alle Kanuten in Hamburg) war nicht nur das Hotel klar und gebucht, auch die Auswahl der zu befahrenen Gewässer war getroffen und sogar einen 10-er Kanadier mit Trailer und Paddeln hatte er besorgt. Lediglich die Sitzkissen mussten wir mitbringen. Und natürlich das wunderbare Wetter. Beides hat dann auch von der Rintelner Seite aus geklappt. Dass das Boot so unendlich schwer war, dass wir jedes Mal große Mühen hatten, es mit 9 Leuten aufzuladen oder auch bei den Wehren umzutragen, dass der Trailer nicht die richtige Elt-Kupplung hatte, dass der Kanuclub Hanseat geschlossen war und wir Bus und Hänger nun nicht dort abstellen konnten, dass die obere Alster wenig Wasser, dafür aber zahlreiche umgefallene bzw. überhängende Bäume hatte, Pulle seinen Autoschlüssel verlor, Dietmar wegen erheblicher Schmerzen im Gesäß die Fahrt abbrechen musste und dass Hans-Jürgen vorab schon seine Schulter demolieret hatte und nicht mitmachen konnte, von dem Problem mit dem im Wege stehenden Pfahl ganz abgesehen, dafür konnte der liebe Hans nun wirklich nichts. Auch nichts dafür, dass wir allein in Hamburg 180 km auf der Straße zubringen mussten. Hamburg ist eben groß und Schwierigkeiten sind dafür da, dass sie bewältigt werden müssen. So viel vorab.

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Am Montag, dem 29. Juni, um 8.00 Uhr war Start am Bootshaus. Alle waren pünktlich zur Stelle und bereits kurz nach 10.00 Uhr waren wir bereits gut gelaunt in Bergedorf, wo wir unser freundliches Hotel bezogen. Nach dem Empfang durch Hans und Pulle und dem üblichen Begrüßungstrunk –oder waren es zwei?- starteten wir auf der Doven Elbe und über den Schleusengraben in Richtung Bergedorf. Nach einem kleinen Rundgang durch das Ortszentrum und einer gewissen Stärkung ging die Fahrt zurück auf die Doven Elbe zum Coorslacker Landhus und wieder zurück zum Kanuhafen. Die vorgesehene Besichtigung des Riekhus musste verschoben werden, da montags geschlossen. Wir paddelten heute 15 km.

Dienstag, der 30. Juni. Wir waren schon um kurz nach ein Uhr auf dem Wasser und hatten noch 21 km meist auf stehendem, flachem und zugewachsenem Bach vor uns. Einen Paddler kann eben nichts erschüttern. „Kanuten sind fidele Brüder, kein Schutzmann schlägt sie ganz danieder!“ - wie ein altes Sprichwort sagt. Eingesetzt haben wir an der Mellingburger Schleuse und fuhren dann auf Alster, Skagerrakkanal, Inselkanal, Leinpfadkanal, Rondeelkanal, Goldbekkanal und Barmbeker Stichkanal zum Bootshaus Hanseat. Am Oberalster VfW hatten wir eine kurze Rast gemacht, so dass wir noch „bei Hellem“ im Bootshaus und dann auch im Hotel in Bergedorf ankamen. Der Abend war dann zur freien Verfügung.

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Mittwoch, den 1. Juli, waren wir schon um 11.00 Uhr auf dem Wasser. Heute ging es über den Osterbekkanal auf die Außenalster, die wir am westlichen Ufer abpaddelten, dann in die Binnenalster und in die Kleine Alster, wo wir am Ponton des „Friesenkeller“ festmachten, um einen kleinen Bummel über den Rathausmarkt und ein paar umliegende Straßen zu machen. Im Friesenkeller gab es nicht nur ein gut gezapftes Jever, sondern auch Labskaus (wer denn wollte) zur Stärkung für die zweite Hälfte unserer Tour. Die führte uns über die Binnenalster und auf der östlichen Seite der Außenalster zurück über den Feenteich, den Uhlenhorster und den Hofwegkanal, zum Osterbekkanal und dem Bootshaus des Hanseat. 14 km waren es auf dieser Tour, die wohl bei allen einen unvergesslichen Eindruck hinterlassen hat. Auch was die Fahrt zur Rückgabe des Bootes und des Trailers anbetrifft.

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Heute am 2. Juli, war Kultur angesagt. Besichtigung des oben schon erwähnten Riekhus, einem alten Rauchhaus aus dem 16. Jahrhundert, der Coorslaker Kirche und anschließend mit S-, U-Bahn und Fähre nach Finkenwerder zum Fischessen, bzw. Schnitzel „Finkenwerder Art“. Anschließend haben wir die Fahrt nach Hause angetreten, wo wir wohlbehalten gegen 19.00 Uhr ohne weitere Probleme eintrafen. Ich gehe davon aus, dass auch diese Tour allen Beteiligten wieder viel Spaß und Freude bereitet hat, und ebenso wie die Vorgängertouren in guter Erinnerung bleibt.

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Paul-Gerhard Kirchhoff

 
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